SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.
Düngen im Kleingarten – gesunde Pflanzen beginnen mit einem gesunden Boden
Richtig düngen bedeutet nicht, möglichst viele Nährstoffe auszubringen, sondern den Pflanzen genau das zur Verfügung zu stellen, was sie benötigen. Dabei kommt es auf die Bodenbeschaffenheit, die Pflanzenart, den Nährstoffvorrat und den richtigen Zeitpunkt an.
Ein fruchtbarer Gartenboden ist mehr als ein Speicher für Pflanzennährstoffe. Er beherbergt Regenwürmer, Pilze, Bakterien und zahlreiche weitere Bodenlebewesen. Diese zersetzen organisches Material, bilden Humus und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.
Wer seinen Kleingarten nachhaltig bewirtschaften möchte, sollte deshalb nicht nur die Pflanzen düngen, sondern auch die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten.
Der Schrebergarten-Verein Wedel e.V. verfolgt diesen Grundsatz auch in seiner Satzung: Nach § 17 soll die Bodenfruchtbarkeit möglichst durch organische Dünger und Kompost gesichert werden. Andere für den Haus- und Kleingarten zulässige Dünger sind damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
1. Warum müssen Pflanzen gedüngt werden?
Pflanzen nehmen über ihre Wurzeln Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf. Sie benötigen diese für die Bildung von Blättern, Wurzeln, Blüten, Früchten und Samen.
Wenn wir Gemüse, Obst oder Schnittblumen ernten, entfernen wir gleichzeitig Nährstoffe aus dem Garten. Auch ausgewaschene Nährstoffe und die natürliche Bodenentwicklung beeinflussen das verfügbare Nährstoffangebot.
Düngung soll diese Verluste bedarfsgerecht ausgleichen.
Dabei gilt allerdings: Nicht jeder Gartenboden benötigt zusätzliche Nährstoffe. Viele langjährig intensiv bewirtschaftete Gartenböden sind bereits gut oder sogar übermäßig mit Phosphor und Kalium versorgt. Eine zusätzliche Volldüngung kann dann mehr schaden als nutzen.
Eine Bodenuntersuchung ist deshalb eine wichtige Grundlage für eine gezielte Düngung.
2. Welche Nährstoffe benötigen Pflanzen?
Die wichtigsten Pflanzennährstoffe werden häufig mit den Buchstaben N, P und K bezeichnet.
| Nährstoff | Bedeutung für die Pflanze | Mögliche Anzeichen eines Mangels |
|---|---|---|
| Stickstoff (N) | Blattbildung, Wachstum, Eiweißbildung | Ältere Blätter werden hellgrün bis gelb, schwacher Wuchs |
| Phosphor (P) | Energieübertragung, Wurzelentwicklung, Blüten- und Samenbildung | Gehemmtes Wachstum, teilweise dunkelgrüne oder rötliche Blätter |
| Kalium (K) | Wasserregulierung, Stoffwechsel, Stabilität | Blattrandverfärbungen und -nekrosen, geringere Trockenheitstoleranz |
| Magnesium (Mg) | Bestandteil des Chlorophylls | Aufhellungen zwischen den Blattadern, häufig an älteren Blättern |
| Calcium (Ca) | Zellwände und Zellwachstum | Schäden an jungen Pflanzenteilen, beispielsweise Blütenendfäule bei Tomaten |
| Eisen (Fe) | Chlorophyllbildung und Stoffwechsel | Junge Blätter werden zwischen den Blattadern gelb |
Die genannten Symptome sind lediglich Hinweise. Auch Trockenheit, Staunässe, ungünstige pH-Werte und Wurzelschäden können ähnliche Erscheinungen hervorrufen.
Nicht jede gelbe Blattverfärbung ist ein Zeichen dafür, dass gedüngt werden muss.
3. Organische und mineralische Dünger – worin liegt der Unterschied?
Die bisherige Vereinsseite duengen.htm unterscheidet organische, mineralische und gasförmige Düngung. Diese Einteilung behalten wir bei und ergänzen sie um praktische Hinweise für den Kleingarten.
Organische Dünger
Ihre Nährstoffe liegen häufig in organisch gebundener Form vor und müssen zunächst durch Bodenorganismen umgesetzt werden. Erst danach stehen sie den Pflanzen in größerem Umfang zur Verfügung.
Die Geschwindigkeit dieser Umsetzung hängt unter anderem von Temperatur, Feuchtigkeit, Bodenbelüftung und der Zusammensetzung des Düngers ab.
Organische Dünger können zusätzlich zur Humusbildung beitragen und damit die Bodenstruktur und Wasserhaltefähigkeit verbessern. Das gilt besonders für humusreiche Materialien wie Kompost.
Umweltbundesamt - Kompost und Klärschlamm
Beispiele:
| Dünger | Eigenschaften | Verwendung |
|---|---|---|
| Reifer Kompost | Enthält Humus und verschiedene Nährstoffe | Bodenpflege und Grundversorgung |
| Hornspäne | Stickstoffbetonter, langsam wirkender Dünger | Bei zusätzlichem Stickstoffbedarf |
| Hornmehl | Feinere Struktur, tendenziell schnellere Umsetzung als Hornspäne | Gezielte Stickstoffergänzung |
| Schafwollpellets | Stickstoffhaltig, organisches Material | Gemüse und Zierpflanzen |
| Gut verrotteter Stallmist | Organische Substanz und Nährstoffe | Bodenverbesserung, besonders bei nährstoffbedürftigen Kulturen |
| Pflanzenjauche | Zusammensetzung je nach Pflanzenmaterial unterschiedlich | Ergänzende Flüssigdüngung |
| Lupinenschrot | Pflanzlicher, stickstoffbetonter Dünger | Gemüse- und Ziergarten |
Auch organische Dünger können zu einer Überversorgung führen. Insbesondere Kompost enthält nicht nur Stickstoff, sondern auch Phosphor und Kalium. Deshalb ist eine unbegrenzte Kompostgabe keine bedarfsgerechte Düngung.
Mineralische Dünger
Mineralische Dünger enthalten Nährstoffe in mineralischer Form. Dazu gehören Einzelnährstoffdünger ebenso wie Mehrnährstoffdünger.
Die Nährstoffe können je nach Produkt und Zusammensetzung vergleichsweise schnell verfügbar sein. Deshalb eignen sich mineralische Dünger gegebenenfalls dazu, einen nachgewiesenen Nährstoffmangel gezielt auszugleichen.
Sie liefern dem Boden allerdings nicht automatisch Humus.
Ein häufig verwendeter Mehrnährstoffdünger ist Blaukorn. Die Zahlen auf der Verpackung geben die enthaltenen Hauptnährstoffe in einer festgelegten Reihenfolge an.
Bei der Herstellung mineralischer Dünger entsteht ein nicht unerheblicher Energieaufwand und belasten zusätzlich die Böden. Diese Aspekte sind weiterhin relevant, sollten aber differenziert betrachtet werden: Insbesondere bestimmte mineralische Phosphatdünger können unerwünschte Begleitstoffe wie Cadmium oder Uran enthalten. Das bedeutet nicht, dass jeder mineralische Dünger dieselbe Belastung aufweist oder bei sachgerechter Anwendung grundsätzlich den Boden schädigt.
Gasförmige Düngung
Auch die Zufuhr von Kohlenstoffdioxid (CO₂) wird als Düngungsmaßnahme bezeichnet.
Sie wird vor allem im professionellen Unterglasgartenbau eingesetzt, um bei geeigneten Licht-, Temperatur- und Nährstoffbedingungen die Photosynthese zu fördern.
Für den üblichen Kleingarten im Freiland spielt diese Form der Düngung praktisch keine Rolle.
4. Kompost – ein wichtiger Bestandteil der Bodenpflege
Kompost ist weit mehr als ein preiswerter Ersatz für gekauften Dünger.
Er hilft, organisches Material im Gartenkreislauf zu halten, fördert das Bodenleben und kann die Krümelstruktur des Bodens verbessern.
Bei der Kompostierung werden Pflanzenreste und geeignete organische Küchenabfälle durch Mikroorganismen und Bodentiere zersetzt. Aus dem Ausgangsmaterial entsteht schließlich ein humusreiches Produkt, das zur Bodenpflege verwendet werden kann.
Ein gut angelegter Kompost sollte direkten Kontakt zum Gartenboden haben, ausreichend belüftet sein und weder austrocknen noch vernässen. Grobe und feine Materialien werden möglichst gemischt.
Verbraucherzentrale - Kompost anlegen: Die besten Tipps für den Gratisdünger
Wie viel Kompost sollte ausgebracht werden?
Die richtige Menge hängt von der Bodenuntersuchung, der Zusammensetzung des Komposts und dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ab.
Bei bereits hohen Phosphor- und Kaliumgehalten kann es sinnvoll sein, die Kompostmenge deutlich zu reduzieren oder vorübergehend auf zusätzliche Kompostgaben zu verzichten.
Eine wichtige Unterscheidung:
Kompost verbessert den Boden – er ist aber gleichzeitig ein Dünger, dessen Nährstoffgehalte berücksichtigt werden müssen.
5. Bodenuntersuchung – erst prüfen, dann düngen
Ein Gartenboden kann äußerlich gesund aussehen und trotzdem zu wenig oder zu viele bestimmte Nährstoffe enthalten.
Eine Laboruntersuchung liefert unter anderem Informationen über:
Für die meisten Kleingärten ist eine wiederkehrende Untersuchung im Abstand mehrerer Jahre sinnvoll. Bei auffälligem Pflanzenwachstum oder besonderen Problemen kann eine frühere Untersuchung erforderlich sein.
So wird eine Bodenprobe entnommen
Eine geeignete Anlaufstelle ist beispielsweise die LUFA NRW. Sie veröffentlicht auch Hinweise zur Interpretation von Bodenuntersuchungen für Haus- und Kleingärten.
Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten – Landwirtschaftskammer NRW (PDF)
Die Veröffentlichung berücksichtigt ausdrücklich Nährstoffvorräte, Humusgehalt, pH-Wert und den unterschiedlichen Bedarf der Pflanzen.
6. Der richtige Zeitpunkt zum Düngen
Nicht nur die Menge, sondern auch der Zeitpunkt entscheidet darüber, ob die Pflanzen die Nährstoffe tatsächlich nutzen können.
Frühjahr
Mit zunehmender Bodentemperatur beginnt das Pflanzenwachstum. Jetzt kann bei entsprechendem Bedarf eine Grunddüngung sinnvoll sein.
Langsam wirkende organische Dünger werden möglichst rechtzeitig vor der Hauptwachstumsphase ausgebracht.
Frühsommer
Während des kräftigen Wachstums und der Fruchtbildung kann bei nährstoffbedürftigen Kulturen eine zusätzliche Düngung erforderlich werden.
Besonders bei Tomaten, Kohl und anderen Starkzehrern sollte die Versorgung während der Kultur beobachtet werden.
Spätsommer und Herbst
Bei vielen mehrjährigen Gartenpflanzen sollte eine späte, starke Stickstoffdüngung vermieden werden, weil sie weiches Neuwachstum fördern kann.
Abgeerntete Gemüseflächen können stattdessen mit geeigneten Gründüngungspflanzen bestellt werden.
Winter
Auf gefrorenem, schneebedecktem oder wassergesättigtem Boden sollten keine Dünger ausgebracht werden. Die Pflanzen nehmen in dieser Zeit wenig Nährstoffe auf, während das Risiko von Nährstoffverlusten steigt.
7. Wie viel Dünger benötigen die verschiedenen Pflanzen?
Die folgende Übersicht dient als Orientierung. Konkrete Düngermengen lassen sich daraus nicht ableiten, weil die Nährstoffversorgung des Bodens berücksichtigt werden muss.
| Pflanzenart | Nährstoffbedarf | Hinweise |
|---|---|---|
| Tomaten | Hoch | Während des Wachstums und der Fruchtbildung bedarfsgerecht versorgen |
| Kohlarten | Hoch | Besonders bei langer Kulturdauer auf ausreichende Stickstoffversorgung achten |
| Kürbis und Zucchini | Hoch | Humusreicher Boden, gegebenenfalls ergänzende Düngung |
| Kartoffeln | Mittel bis hoch | Kaliumversorgung beachten, nicht übermäßig stickstoffbetont düngen |
| Möhren | Eher gering bis mittel | Keine frischen, groben Mistgaben unmittelbar vor der Aussaat |
| Radieschen | Gering | Auf gut versorgtem Boden meist wenig zusätzliche Düngung erforderlich |
| Erbsen und Bohnen | Geringer zusätzlicher Stickstoffbedarf | Können in Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff nutzen |
| Erdbeeren | Mittel | Düngung an Kultur und Erntezeitpunkt anpassen |
| Obstbäume | Standort- und ertragsabhängig | Keine pauschale jährliche Volldüngung |
| Kräuter | Unterschiedlich | Mediterrane Kräuter häufig genügsamer als stark wachsende Blattkräuter |
| Stauden | Unterschiedlich | Standortgerechte Arten benötigen oft nur geringe Ergänzungen |
| Rasen | Nutzungsabhängig | Intensiv genutzter Spielrasen hat anderen Bedarf als eine Blumenwiese |
8. Gründüngung – den Boden mit Pflanzen verbessern
Gründüngung bedeutet, Pflanzen gezielt zur Bodenpflege anzubauen, statt die Fläche nach der Ernte unbewachsen zu lassen.
Die Pflanzen bedecken den Boden, schützen ihn vor Verschlämmung und Erosion und liefern organisches Material.
Einige Arten, insbesondere Leguminosen wie Klee und Lupinen, können in Zusammenarbeit mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden.
| Gründüngungspflanze | Eigenschaften | Besonderheit |
|---|---|---|
| Phacelia | Bodenbedeckung, Blütenangebot | Mit vielen üblichen Gemüsearten nicht näher verwandt |
| Gelbsenf | Schnelles Wachstum | Kreuzblütler; Fruchtfolge mit Kohl beachten |
| Inkarnatklee | Stickstoffbindung, Blütenangebot | Leguminose |
| Winterroggen | Bodenbedeckung über Winter | Kräftiges Wurzelwerk |
| Lupinen | Stickstoffbindung | Standort und Bodenreaktion beachten |
| Ölrettich | Tiefreichende Durchwurzelung | Kreuzblütler; Fruchtfolge beachten |
Die Auswahl richtet sich nach Aussaatzeitpunkt, Bodenbeschaffenheit und der vorgesehenen Nachkultur.
9. Kalken – nicht automatisch jedes Frühjahr!
Kalk wird häufig mit Düngung gleichgesetzt. Tatsächlich dient die Kalkung vor allem dazu, den pH-Wert zu regulieren und gegebenenfalls Calcium oder Magnesium zuzuführen.
Der pH-Wert beeinflusst, wie gut Pflanzen verschiedene Nährstoffe aufnehmen können.
Ein zu niedriger pH-Wert kann die Nährstoffverfügbarkeit und das Bodenleben beeinträchtigen. Ein zu hoher pH-Wert kann wiederum die Aufnahme bestimmter Spurenelemente erschweren.
Deshalb gilt:
Kalken nur dann, wenn Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf es rechtfertigen.
Besondere Vorsicht ist bei kalkempfindlichen Pflanzen geboten. Heidelbeeren beispielsweise benötigen einen deutlich saureren Wurzelbereich als viele Gemüsearten.
Die Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt ausdrücklich, bei einem pH-Wert oberhalb des anzustrebenden Bereichs nicht zu kalken.
Landwirtschaftskammer - Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten
10. Überdüngung – wenn zu viel zum Problem wird
Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag.
Eine Überversorgung kann das Pflanzenwachstum aus dem Gleichgewicht bringen, die Aufnahme anderer Nährstoffe beeinträchtigen und zur Belastung von Boden und Gewässern beitragen.
Besonders problematisch sind überschüssige Nährstoffe, die von den Pflanzen nicht aufgenommen werden.
Nitrat kann mit dem Sickerwasser in tiefere Bodenschichten und schließlich ins Grundwasser gelangen. Phosphor kann unter anderem durch abgeschwemmte Bodenpartikel in Gewässer eingetragen werden.
Auch vermeintlich natürliche Dünger müssen deshalb sachgerecht dosiert werden.
NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. - Umweltrelevante Chemikaliengruppen im Kurzportrait
Typische Fehler beim Düngen
| Fehler | Mögliche Folge | Besser |
|---|---|---|
| Jedes Frühjahr pauschal Blaukorn ausbringen | Nährstoffüberschüsse | Bodenuntersuchung berücksichtigen |
| Große Kompostmengen auf bereits gut versorgte Beete geben | Anreicherung von Phosphor und Kalium | Kompost bedarfsgerecht verwenden |
| Bei Trockenheit stark düngen | Schlechte Nährstoffaufnahme, mögliche Salzschäden | Feuchtigkeit und Wetter berücksichtigen |
| Kurz vor Starkregen düngen | Abschwemmung und Nährstoffverluste | Geeigneten Termin wählen |
| Pflanzen mit gelben Blättern sofort düngen | Ursache bleibt möglicherweise unbehandelt | Wasserhaushalt, Wurzeln und Boden prüfen |
| Kalk ohne pH-Messung ausbringen | Zu hoher pH-Wert | Bodenreaktion untersuchen |
11. Fachvortrag von Günter Miehlich – Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg
Fachwissen aus unserem Vereinsarchiv
Düngen – Hintergrundwissen zur Pflanzenernährung und zum Boden
Günter Miehlich
Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg
Der Schrebergarten-Verein Wedel e.V. darf diesen Vortrag mit freundlicher Genehmigung von Herrn Günter Miehlich auf seiner Internetseite zur Verfügung stellen.
Der Vortrag ergänzt unsere Fachberatung um wissenschaftliches Hintergrundwissen zum Thema Düngung.
Hier den Fachvortrag als PDF öffnen
Hinweis zum Urheberrecht: Die Genehmigung zur Veröffentlichung wurde dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V. erteilt. Eine weitere Verwendung des Vortrags oder einzelner Abbildungen durch Dritte bedarf der Zustimmung des Urhebers. Die Kontaktdaten befinden sich im PDF.
12. Schnellüberblick – richtig düngen im Kleingarten
| Thema | Empfehlung |
|---|---|
| Grundsatz | Nur düngen, wenn Nährstoffe benötigt werden |
| Bodenanalyse | Vor allem Phosphor, Kalium, Magnesium und pH-Wert prüfen |
| Kompost | Für Bodenpflege und Nährstoffversorgung, aber nicht unbegrenzt |
| Organische Dünger | Nährstofffreisetzung abhängig von Bodenleben und Witterung |
| Frühjahr | Hauptzeit für bedarfsgerechte Grunddüngung |
| Sommer | Bei Starkzehrern gegebenenfalls nachdüngen |
| Starkregen | Keine Düngung unmittelbar vor starken Niederschlägen |
| Winter | Keine Düngung auf gefrorenem oder wassergesättigtem Boden |
| Kalk | Nur nach Bedarf und unter Berücksichtigung des pH-Wertes |
| Umweltschutz | Überdüngung und Nährstoffverluste vermeiden |
Quellen- und Informationsverzeichnis
Vereinsinterne Quellen
Schrebergarten-Verein Wedel e.V.
Grundlage für die Einteilung der Düngerarten, die Beispiele organischer Dünger und die Einbindung des Fachvortrags ist der Fachvortrag zum Thema Düngen von Günter Miehlich, Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg. Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Miehlich dürfen wir auf unserer Internetseite den Vortrag zur Verfügung stellen.
Externe Quellen
1. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen / LUFA NRW
Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten (PDF)
Informationen zur Bodenuntersuchung, Nährstoffversorgung, Humusgehalt, Kalkung und bedarfsgerechten Düngung.
2. Umweltbundesamt
Informationen zu organischen Düngern, Nährstoffen, Humus und möglichen Schadstoffeinträgen.
3. Verbraucherzentrale
Kompost anlegen – die besten Tipps für den Gratisdünger
Praxisinformationen zur Anlage und Pflege eines Komposthaufens.
4. Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Gartenlust – für mehr Natur im Garten (PDF)
Informationen zur naturnahen Gartenbewirtschaftung, Kompostierung und Förderung des Bodenlebens.
5. NABU Sachsen
Hintergrundinformationen zu Düngemitteln, Stickstoff- und Phosphoreinträgen sowie Umweltbelastungen.
6. Verbraucherzentrale
Trinkwasser sparen und sauber halten
Hinweise zum Schutz des Grundwassers vor übermäßigen Nährstoffeinträgen.
Unser Gartentipp
Ein fruchtbarer Kleingarten entsteht nicht durch möglichst häufiges Düngen. Entscheidend sind ein lebendiger Boden, eine standortgerechte Pflanzenwahl, die Rückführung geeigneter organischer Materialien und eine Nährstoffversorgung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Wer seinen Boden kennt, kann gezielter düngen, Geld sparen und gleichzeitig unsere Umwelt schützen.
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