Schrebergarten-
Verein Wedel e.V.
seit 1920
Düngen im Kleingarten
Gesunde Pflanzen beginnen mit einem gesunden Boden
Flagge des Schrebergarten-Vereins Wedel e. V.

SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.

Düngen im Kleingarten – gesunde Pflanzen beginnen mit einem gesunden Boden

Das Bild zeigt was mit naturnaher Düngung erreicht werden kann

Richtig düngen bedeutet nicht, möglichst viele Nährstoffe auszubringen, sondern den Pflanzen genau das zur Verfügung zu stellen, was sie benötigen. Dabei kommt es auf die Bodenbeschaffenheit, die Pflanzenart, den Nährstoffvorrat und den richtigen Zeitpunkt an.

Ein fruchtbarer Gartenboden ist mehr als ein Speicher für Pflanzennährstoffe. Er beherbergt Regenwürmer, Pilze, Bakterien und zahlreiche weitere Bodenlebewesen. Diese zersetzen organisches Material, bilden Humus und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.

Wer seinen Kleingarten nachhaltig bewirtschaften möchte, sollte deshalb nicht nur die Pflanzen düngen, sondern auch die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten.

Der Schrebergarten-Verein Wedel e.V. verfolgt diesen Grundsatz auch in seiner Satzung: Nach § 17 soll die Bodenfruchtbarkeit möglichst durch organische Dünger und Kompost gesichert werden. Andere für den Haus- und Kleingarten zulässige Dünger sind damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

1. Warum müssen Pflanzen gedüngt werden?

Pflanzen nehmen über ihre Wurzeln Wasser und darin gelöste Nährstoffe auf. Sie benötigen diese für die Bildung von Blättern, Wurzeln, Blüten, Früchten und Samen.

Wenn wir Gemüse, Obst oder Schnittblumen ernten, entfernen wir gleichzeitig Nährstoffe aus dem Garten. Auch ausgewaschene Nährstoffe und die natürliche Bodenentwicklung beeinflussen das verfügbare Nährstoffangebot.

Düngung soll diese Verluste bedarfsgerecht ausgleichen.

Dabei gilt allerdings: Nicht jeder Gartenboden benötigt zusätzliche Nährstoffe. Viele langjährig intensiv bewirtschaftete Gartenböden sind bereits gut oder sogar übermäßig mit Phosphor und Kalium versorgt. Eine zusätzliche Volldüngung kann dann mehr schaden als nutzen.

Eine Bodenuntersuchung ist deshalb eine wichtige Grundlage für eine gezielte Düngung.

2. Welche Nährstoffe benötigen Pflanzen?

Die wichtigsten Pflanzennährstoffe werden häufig mit den Buchstaben N, P und K bezeichnet.

Bild zeigt die Bestandteile von NPK-Dünger
Nährstoff Bedeutung für die Pflanze Mögliche Anzeichen eines Mangels
Stickstoff (N) Blattbildung, Wachstum, Eiweißbildung Ältere Blätter werden hellgrün bis gelb, schwacher Wuchs
Phosphor (P) Energieübertragung, Wurzelentwicklung, Blüten- und Samenbildung Gehemmtes Wachstum, teilweise dunkelgrüne oder rötliche Blätter
Kalium (K) Wasserregulierung, Stoffwechsel, Stabilität Blattrandverfärbungen und -nekrosen, geringere Trockenheitstoleranz
Magnesium (Mg) Bestandteil des Chlorophylls Aufhellungen zwischen den Blattadern, häufig an älteren Blättern
Calcium (Ca) Zellwände und Zellwachstum Schäden an jungen Pflanzenteilen, beispielsweise Blütenendfäule bei Tomaten
Eisen (Fe) Chlorophyllbildung und Stoffwechsel Junge Blätter werden zwischen den Blattadern gelb

Die genannten Symptome sind lediglich Hinweise. Auch Trockenheit, Staunässe, ungünstige pH-Werte und Wurzelschäden können ähnliche Erscheinungen hervorrufen.

Nicht jede gelbe Blattverfärbung ist ein Zeichen dafür, dass gedüngt werden muss.

3. Organische und mineralische Dünger – worin liegt der Unterschied?

Die bisherige Vereinsseite duengen.htm unterscheidet organische, mineralische und gasförmige Düngung. Diese Einteilung behalten wir bei und ergänzen sie um praktische Hinweise für den Kleingarten.

Organische Dünger

Ihre Nährstoffe liegen häufig in organisch gebundener Form vor und müssen zunächst durch Bodenorganismen umgesetzt werden. Erst danach stehen sie den Pflanzen in größerem Umfang zur Verfügung.

Die Geschwindigkeit dieser Umsetzung hängt unter anderem von Temperatur, Feuchtigkeit, Bodenbelüftung und der Zusammensetzung des Düngers ab.

Organische Dünger können zusätzlich zur Humusbildung beitragen und damit die Bodenstruktur und Wasserhaltefähigkeit verbessern. Das gilt besonders für humusreiche Materialien wie Kompost.

Umweltbundesamt - Kompost und Klärschlamm

Beispiele:

Dünger Eigenschaften Verwendung
Reifer Kompost Enthält Humus und verschiedene Nährstoffe Bodenpflege und Grundversorgung
Hornspäne Stickstoffbetonter, langsam wirkender Dünger Bei zusätzlichem Stickstoffbedarf
Hornmehl Feinere Struktur, tendenziell schnellere Umsetzung als Hornspäne Gezielte Stickstoffergänzung
Schafwollpellets Stickstoffhaltig, organisches Material Gemüse und Zierpflanzen
Gut verrotteter Stallmist Organische Substanz und Nährstoffe Bodenverbesserung, besonders bei nährstoffbedürftigen Kulturen
Pflanzenjauche Zusammensetzung je nach Pflanzenmaterial unterschiedlich Ergänzende Flüssigdüngung
Lupinenschrot Pflanzlicher, stickstoffbetonter Dünger Gemüse- und Ziergarten

Auch organische Dünger können zu einer Überversorgung führen. Insbesondere Kompost enthält nicht nur Stickstoff, sondern auch Phosphor und Kalium. Deshalb ist eine unbegrenzte Kompostgabe keine bedarfsgerechte Düngung.

Mineralische Dünger

Das Bild zeigt den mineralischen Dünger "Blaukorn"

Mineralische Dünger enthalten Nährstoffe in mineralischer Form. Dazu gehören Einzelnährstoffdünger ebenso wie Mehrnährstoffdünger.

Die Nährstoffe können je nach Produkt und Zusammensetzung vergleichsweise schnell verfügbar sein. Deshalb eignen sich mineralische Dünger gegebenenfalls dazu, einen nachgewiesenen Nährstoffmangel gezielt auszugleichen.

Sie liefern dem Boden allerdings nicht automatisch Humus.

Ein häufig verwendeter Mehrnährstoffdünger ist Blaukorn. Die Zahlen auf der Verpackung geben die enthaltenen Hauptnährstoffe in einer festgelegten Reihenfolge an.

Bild zeigt die NPK-Zusammensetzung

Bei der Herstellung mineralischer Dünger entsteht ein nicht unerheblicher Energieaufwand und belasten zusätzlich die Böden. Diese Aspekte sind weiterhin relevant, sollten aber differenziert betrachtet werden: Insbesondere bestimmte mineralische Phosphatdünger können unerwünschte Begleitstoffe wie Cadmium oder Uran enthalten. Das bedeutet nicht, dass jeder mineralische Dünger dieselbe Belastung aufweist oder bei sachgerechter Anwendung grundsätzlich den Boden schädigt.

Gasförmige Düngung

Auch die Zufuhr von Kohlenstoffdioxid (CO₂) wird als Düngungsmaßnahme bezeichnet.

Sie wird vor allem im professionellen Unterglasgartenbau eingesetzt, um bei geeigneten Licht-, Temperatur- und Nährstoffbedingungen die Photosynthese zu fördern.

Für den üblichen Kleingarten im Freiland spielt diese Form der Düngung praktisch keine Rolle.

4. Kompost – ein wichtiger Bestandteil der Bodenpflege

Kompost ist weit mehr als ein preiswerter Ersatz für gekauften Dünger.

Er hilft, organisches Material im Gartenkreislauf zu halten, fördert das Bodenleben und kann die Krümelstruktur des Bodens verbessern.

Bei der Kompostierung werden Pflanzenreste und geeignete organische Küchenabfälle durch Mikroorganismen und Bodentiere zersetzt. Aus dem Ausgangsmaterial entsteht schließlich ein humusreiches Produkt, das zur Bodenpflege verwendet werden kann.

Ein gut angelegter Kompost sollte direkten Kontakt zum Gartenboden haben, ausreichend belüftet sein und weder austrocknen noch vernässen. Grobe und feine Materialien werden möglichst gemischt.

Verbraucherzentrale - Kompost anlegen: Die besten Tipps für den Gratisdünger

Wie viel Kompost sollte ausgebracht werden?

Eine Komposteranlage im Kleingarten

Die richtige Menge hängt von der Bodenuntersuchung, der Zusammensetzung des Komposts und dem Nährstoffbedarf der Pflanzen ab.

Bei bereits hohen Phosphor- und Kaliumgehalten kann es sinnvoll sein, die Kompostmenge deutlich zu reduzieren oder vorübergehend auf zusätzliche Kompostgaben zu verzichten.

Eine wichtige Unterscheidung:

Kompost verbessert den Boden – er ist aber gleichzeitig ein Dünger, dessen Nährstoffgehalte berücksichtigt werden müssen.

5. Bodenuntersuchung – erst prüfen, dann düngen

Ein Gartenboden kann äußerlich gesund aussehen und trotzdem zu wenig oder zu viele bestimmte Nährstoffe enthalten.

Eine Bodenprobe wird entnommen

Eine Laboruntersuchung liefert unter anderem Informationen über:

den pH-Wert,
die Versorgung mit Phosphor, Kalium und Magnesium,
den Humusgehalt, sofern mituntersucht,
gegebenenfalls den pflanzenverfügbaren Stickstoff.

Für die meisten Kleingärten ist eine wiederkehrende Untersuchung im Abstand mehrerer Jahre sinnvoll. Bei auffälligem Pflanzenwachstum oder besonderen Problemen kann eine frühere Untersuchung erforderlich sein.

So wird eine Bodenprobe entnommen

Eine möglichst einheitlich bewirtschaftete Gartenfläche auswählen.
An mehreren Stellen kleine Bodenproben entnehmen, im Gemüsebeet üblicherweise aus der oberen durchwurzelten Bodenschicht von etwa 0–25 cm; Vorgaben des untersuchenden Labors beachten.
Die Teilproben in einem sauberen Eimer gründlich mischen.
Aus der Mischung die vom Labor geforderte Probenmenge entnehmen.
Probe beschriften und mit Angaben zur vorgesehenen Nutzung an das Labor schicken.

Eine geeignete Anlaufstelle ist beispielsweise die LUFA NRW. Sie veröffentlicht auch Hinweise zur Interpretation von Bodenuntersuchungen für Haus- und Kleingärten.

Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten – Landwirtschaftskammer NRW (PDF) 

Die Veröffentlichung berücksichtigt ausdrücklich Nährstoffvorräte, Humusgehalt, pH-Wert und den unterschiedlichen Bedarf der Pflanzen.

6. Der richtige Zeitpunkt zum Düngen

Nicht nur die Menge, sondern auch der Zeitpunkt entscheidet darüber, ob die Pflanzen die Nährstoffe tatsächlich nutzen können.

Düngen - wann ist die richtige Zeit

Frühjahr

Mit zunehmender Bodentemperatur beginnt das Pflanzenwachstum. Jetzt kann bei entsprechendem Bedarf eine Grunddüngung sinnvoll sein.

Langsam wirkende organische Dünger werden möglichst rechtzeitig vor der Hauptwachstumsphase ausgebracht.

Frühsommer

Während des kräftigen Wachstums und der Fruchtbildung kann bei nährstoffbedürftigen Kulturen eine zusätzliche Düngung erforderlich werden.

Besonders bei Tomaten, Kohl und anderen Starkzehrern sollte die Versorgung während der Kultur beobachtet werden.

Spätsommer und Herbst

Bei vielen mehrjährigen Gartenpflanzen sollte eine späte, starke Stickstoffdüngung vermieden werden, weil sie weiches Neuwachstum fördern kann.

Abgeerntete Gemüseflächen können stattdessen mit geeigneten Gründüngungspflanzen bestellt werden.

Winter

Auf gefrorenem, schneebedecktem oder wassergesättigtem Boden sollten keine Dünger ausgebracht werden. Die Pflanzen nehmen in dieser Zeit wenig Nährstoffe auf, während das Risiko von Nährstoffverlusten steigt.

7. Wie viel Dünger benötigen die verschiedenen Pflanzen?

Die folgende Übersicht dient als Orientierung. Konkrete Düngermengen lassen sich daraus nicht ableiten, weil die Nährstoffversorgung des Bodens berücksichtigt werden muss.

Pflanzenart Nährstoffbedarf Hinweise
Tomaten Hoch Während des Wachstums und der Fruchtbildung bedarfsgerecht versorgen
Kohlarten Hoch Besonders bei langer Kulturdauer auf ausreichende Stickstoffversorgung achten
Kürbis und Zucchini Hoch Humusreicher Boden, gegebenenfalls ergänzende Düngung
Kartoffeln Mittel bis hoch Kaliumversorgung beachten, nicht übermäßig stickstoffbetont düngen
Möhren Eher gering bis mittel Keine frischen, groben Mistgaben unmittelbar vor der Aussaat
Radieschen Gering Auf gut versorgtem Boden meist wenig zusätzliche Düngung erforderlich
Erbsen und Bohnen Geringer zusätzlicher Stickstoffbedarf Können in Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff nutzen
Erdbeeren Mittel Düngung an Kultur und Erntezeitpunkt anpassen
Obstbäume Standort- und ertragsabhängig Keine pauschale jährliche Volldüngung
Kräuter Unterschiedlich Mediterrane Kräuter häufig genügsamer als stark wachsende Blattkräuter
Stauden Unterschiedlich Standortgerechte Arten benötigen oft nur geringe Ergänzungen
Rasen Nutzungsabhängig Intensiv genutzter Spielrasen hat anderen Bedarf als eine Blumenwiese

8. Gründüngung – den Boden mit Pflanzen verbessern

Gründüngung bedeutet, Pflanzen gezielt zur Bodenpflege anzubauen, statt die Fläche nach der Ernte unbewachsen zu lassen.

Das Bild zeigt die Möglichkeiten der Gründüngung

Die Pflanzen bedecken den Boden, schützen ihn vor Verschlämmung und Erosion und liefern organisches Material.

Einige Arten, insbesondere Leguminosen wie Klee und Lupinen, können in Zusammenarbeit mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden.

Gründüngungspflanze Eigenschaften Besonderheit
Phacelia Bodenbedeckung, Blütenangebot Mit vielen üblichen Gemüsearten nicht näher verwandt
Gelbsenf Schnelles Wachstum Kreuzblütler; Fruchtfolge mit Kohl beachten
Inkarnatklee Stickstoffbindung, Blütenangebot Leguminose
Winterroggen Bodenbedeckung über Winter Kräftiges Wurzelwerk
Lupinen Stickstoffbindung Standort und Bodenreaktion beachten
Ölrettich Tiefreichende Durchwurzelung Kreuzblütler; Fruchtfolge beachten

Die Auswahl richtet sich nach Aussaatzeitpunkt, Bodenbeschaffenheit und der vorgesehenen Nachkultur.

9. Kalken – nicht automatisch jedes Frühjahr!

Kalk wird häufig mit Düngung gleichgesetzt. Tatsächlich dient die Kalkung vor allem dazu, den pH-Wert zu regulieren und gegebenenfalls Calcium oder Magnesium zuzuführen.

Der pH-Wert beeinflusst, wie gut Pflanzen verschiedene Nährstoffe aufnehmen können.

Ein zu niedriger pH-Wert kann die Nährstoffverfügbarkeit und das Bodenleben beeinträchtigen. Ein zu hoher pH-Wert kann wiederum die Aufnahme bestimmter Spurenelemente erschweren.

Deshalb gilt:

Kalken nur dann, wenn Bodenuntersuchung und Pflanzenbedarf es rechtfertigen.

Boden analysieren vor einer Kalkung

Besondere Vorsicht ist bei kalkempfindlichen Pflanzen geboten. Heidelbeeren beispielsweise benötigen einen deutlich saureren Wurzelbereich als viele Gemüsearten.

Die Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt ausdrücklich, bei einem pH-Wert oberhalb des anzustrebenden Bereichs nicht zu kalken.

Landwirtschaftskammer - Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten

10. Überdüngung – wenn zu viel zum Problem wird

Beschreibt Schäden bei Überdüngung

Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag.

Eine Überversorgung kann das Pflanzenwachstum aus dem Gleichgewicht bringen, die Aufnahme anderer Nährstoffe beeinträchtigen und zur Belastung von Boden und Gewässern beitragen.

Besonders problematisch sind überschüssige Nährstoffe, die von den Pflanzen nicht aufgenommen werden.

Nitrat kann mit dem Sickerwasser in tiefere Bodenschichten und schließlich ins Grundwasser gelangen. Phosphor kann unter anderem durch abgeschwemmte Bodenpartikel in Gewässer eingetragen werden.

Auch vermeintlich natürliche Dünger müssen deshalb sachgerecht dosiert werden.

NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V. - Umweltrelevante Chemikaliengruppen im Kurzportrait

Typische Fehler beim Düngen

Fehler Mögliche Folge Besser
Jedes Frühjahr pauschal Blaukorn ausbringen Nährstoffüberschüsse Bodenuntersuchung berücksichtigen
Große Kompostmengen auf bereits gut versorgte Beete geben Anreicherung von Phosphor und Kalium Kompost bedarfsgerecht verwenden
Bei Trockenheit stark düngen Schlechte Nährstoffaufnahme, mögliche Salzschäden Feuchtigkeit und Wetter berücksichtigen
Kurz vor Starkregen düngen Abschwemmung und Nährstoffverluste Geeigneten Termin wählen
Pflanzen mit gelben Blättern sofort düngen Ursache bleibt möglicherweise unbehandelt Wasserhaushalt, Wurzeln und Boden prüfen
Kalk ohne pH-Messung ausbringen Zu hoher pH-Wert Bodenreaktion untersuchen

11. Fachvortrag von Günter Miehlich – Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg

Fachwissen aus unserem Vereinsarchiv

Düngen – Hintergrundwissen zur Pflanzenernährung und zum Boden

Günter Miehlich

Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg

Der Schrebergarten-Verein Wedel e.V. darf diesen Vortrag mit freundlicher Genehmigung von Herrn Günter Miehlich auf seiner Internetseite zur Verfügung stellen.

Der Vortrag ergänzt unsere Fachberatung um wissenschaftliches Hintergrundwissen zum Thema Düngung.

Hier den Fachvortrag als PDF öffnen

Hinweis zum Urheberrecht: Die Genehmigung zur Veröffentlichung wurde dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V. erteilt. Eine weitere Verwendung des Vortrags oder einzelner Abbildungen durch Dritte bedarf der Zustimmung des Urhebers. Die Kontaktdaten befinden sich im PDF.

12. Schnellüberblick – richtig düngen im Kleingarten

Thema Empfehlung
Grundsatz Nur düngen, wenn Nährstoffe benötigt werden
Bodenanalyse Vor allem Phosphor, Kalium, Magnesium und pH-Wert prüfen
Kompost Für Bodenpflege und Nährstoffversorgung, aber nicht unbegrenzt
Organische Dünger Nährstofffreisetzung abhängig von Bodenleben und Witterung
Frühjahr Hauptzeit für bedarfsgerechte Grunddüngung
Sommer Bei Starkzehrern gegebenenfalls nachdüngen
Starkregen Keine Düngung unmittelbar vor starken Niederschlägen
Winter Keine Düngung auf gefrorenem oder wassergesättigtem Boden
Kalk Nur nach Bedarf und unter Berücksichtigung des pH-Wertes
Umweltschutz Überdüngung und Nährstoffverluste vermeiden

Quellen- und Informationsverzeichnis

Vereinsinterne Quellen

Schrebergarten-Verein Wedel e.V.

Grundlage für die Einteilung der Düngerarten, die Beispiele organischer Dünger und die Einbindung des Fachvortrags ist der Fachvortrag zum Thema Düngen von Günter Miehlich, Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg. Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Miehlich dürfen wir auf unserer Internetseite den Vortrag zur Verfügung stellen.

Externe Quellen

1. Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen / LUFA NRW

Düngen nach Bedarf in Haus- und Kleingärten (PDF) 

Informationen zur Bodenuntersuchung, Nährstoffversorgung, Humusgehalt, Kalkung und bedarfsgerechten Düngung.

2. Umweltbundesamt

Kompost und Klärschlamm 

Informationen zu organischen Düngern, Nährstoffen, Humus und möglichen Schadstoffeinträgen.

3. Verbraucherzentrale

Kompost anlegen – die besten Tipps für den Gratisdünger 

Praxisinformationen zur Anlage und Pflege eines Komposthaufens.

4. Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Gartenlust – für mehr Natur im Garten (PDF) 

Informationen zur naturnahen Gartenbewirtschaftung, Kompostierung und Förderung des Bodenlebens.

5. NABU Sachsen

Naturschutzthema Chemie (PDF) 

Hintergrundinformationen zu Düngemitteln, Stickstoff- und Phosphoreinträgen sowie Umweltbelastungen.

6. Verbraucherzentrale

Trinkwasser sparen und sauber halten 

Hinweise zum Schutz des Grundwassers vor übermäßigen Nährstoffeinträgen.

Unser Gartentipp

Ein fruchtbarer Kleingarten entsteht nicht durch möglichst häufiges Düngen. Entscheidend sind ein lebendiger Boden, eine standortgerechte Pflanzenwahl, die Rückführung geeigneter organischer Materialien und eine Nährstoffversorgung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.

Wer seinen Boden kennt, kann gezielter düngen, Geld sparen und gleichzeitig unsere Umwelt schützen.

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