SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.
Die Kolonie Schlödelsweg
Klein, grün und ganz im Norden Wedels
Die Kolonie Schlödelsweg gehört zu den kleinsten Kleingartenanlagen des Schrebergarten-Vereins Wedel e.V. Mit ihren nur 18 Parzellen hat sie einen ganz eigenen, beinahe familiären Charakter.
Sie liegt im Norden Wedels zwischen der Pinneberger Straße und der Moorwegsiedlung. Trotz ihrer überschaubaren Größe blickt die Kolonie auf eine interessante Geschichte zurück. Denn bis aus den Gärten am Schlödelsweg die heutige Dauerkleingartenanlage wurde, vergingen viele Jahre.
Die Kolonie Schlödelsweg in Bildern
Manches lässt sich mit Bildern besser erzählen als mit vielen Worten.
Unsere Diashow lädt deshalb zu einem kleinen Rundgang durch die Kolonie Schlödelsweg ein. Sie zeigt unterschiedliche Eindrücke aus der Anlage und vermittelt einen Eindruck davon, wie abwechslungsreich sich die einzelnen Gärten und die Kolonie als Ganzes präsentieren.
Dabei sind die Bilder immer nur Momentaufnahmen. Ein Kleingarten verändert sein Gesicht mit den Jahreszeiten und entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Im Frühjahr beginnt überall neues Leben, im Sommer zeigen sich die Gärten in ihrer ganzen Vielfalt, später bestimmen Obst, Gemüse und die Farben des Herbstes das Bild.
So entsteht über die Jahre ein immer wieder neues Erscheinungsbild – geprägt von der Natur und von den Gartenfreundinnen und Gartenfreunden, die ihre Parzellen pflegen und gestalten.
Wir wünschen viel Freude bei unserem kleinen Bilderrundgang durch die Kolonie Schlödelsweg.
Kleingärten mit Geschichte
Die kleingärtnerische Tradition in diesem Teil Wedels reicht weit zurück. Bereits aus dem Jahr 1913 ist im Stadtarchiv Wedel ein Dokument über die Aufteilung der Parzelle „Schuhsterkamp“ erhalten. Dieses damalige Gartengelände befand sich nicht weit von der heutigen Kolonie Schlödelsweg entfernt.
Die heutige Anlage entstand jedoch wesentlich später. Lange Zeit hatten die dortigen Kleingärtner nicht die Sicherheit, die mit dem Status eines Dauerkleingartens verbunden ist. Investitionen in die Parzellen waren deshalb nur eingeschränkt sinnvoll. Zeitweise war sogar das Errichten von Gartenlauben nicht gestattet.
Das änderte sich am 22. August 1990.
An diesem Tag wurde der Generalpachtvertrag für das Pachtland Schlödelsweg unterzeichnet. Damit wurden die 18 bewirtschafteten Parzellen als Dauerkleingärten gesichert.
Für die Pächter war dies ein wichtiger Schritt. Nun bestand die notwendige Planungssicherheit, um die Gärten weiterzuentwickeln, Lauben zu errichten und langfristig in die eigenen Parzellen zu investieren.
Ausbau der Kolonie
Mit der rechtlichen Sicherung war die Entwicklung der Anlage allerdings noch nicht abgeschlossen.
Eine zeitgemäße Wasserversorgung gehörte beispielsweise zunächst nicht zur Ausstattung der Kolonie. Mitte der 1990er-Jahre beschäftigte sich der Verein deshalb intensiv mit der weiteren Erschließung und Erweiterung des Schlödelswegs.
Für diese Maßnahmen wurden bei der Stadt Wedel entsprechende Finanzmittel beantragt. Die Kolonie erhielt schließlich einen Zuschuss von 20.000 DM für die Herrichtung der Anlage. Ein zusätzlich beantragter Betrag von 62.000 DM für den Bau einer Wasseranlage wurde dagegen nicht bewilligt.
Der Verein wollte die Verbesserung der Kolonie dennoch nicht auf unbestimmte Zeit verschieben.
Nachdem sich die Bemühungen um eine Finanzierung durch die Stadt über mehrere Jahre hingezogen hatten, entschloss sich der Schrebergarten-Verein schließlich, die Erschließung mit Leitungswasser aus eigenen Mitteln zu finanzieren.
Damit erhielt auch der Schlödelsweg eine zeitgemäße Wasserversorgung. Heute sind die Parzellen mit Einzelwasserzählern ausgestattet.
18 Parzellen auf 6.399 Quadratmetern
Eine erneute Vermessung durch die Stadt Wedel ergab im Jahr 2012 für die Kolonie eine Gesamtfläche von 6.399 m².
Diese verteilt sich auf insgesamt 18 Parzellen:
14 Parzellen mit jeweils 314 m²,
2 Parzellen mit jeweils 375 m² und
2 Parzellen mit jeweils 432 m².
Damit unterscheidet sich der Schlödelsweg deutlich von den großen Wedeler Kleingartenbereichen. Gerade seine geringe Größe macht jedoch einen wesentlichen Teil seines Charakters aus.
Woher kommt der Name „Schlödelsweg“?
Auch der ungewöhnliche Name hat eine Geschichte.
Nach den Unterlagen des Stadtarchivs Wedel wurde der Schlödelsweg nach einer alten Flurbezeichnung benannt. Die Bedeutung wird dort sinngemäß mit einer Ansammlung von Wasserstellen und Pfützen erklärt.
Der Name ist damit keine moderne Straßenbezeichnung, sondern erinnert noch heute an die frühere Landschaft dieses Teils von Wedel.
Die Kolonie heute
Aus dem einst nur eingeschränkt nutzbaren Gartengelände ist längst eine dauerhaft gesicherte Kleingartenanlage geworden.
Die 18 Parzellen bilden heute einen kleinen grünen Bereich am nördlichen Rand Wedels. Was selbstverständlich erscheint – Lauben, Wasserversorgung und die Möglichkeit, langfristig in einen Garten zu investieren – musste in der Geschichte der Kolonie erst Schritt für Schritt erreicht werden.
Vielleicht beschreibt deshalb gerade der Satz den Schlödelsweg noch immer am besten mit: Eine kleine, aber feine Kolonie.
Unsere Obleute im Schlödelsweg
Obfrau: Beate Gambalat
Tel: 04103 7033256
stellv. Obfrau: Rika Gätjens
Tel: 040 875571
Hinweis zu den Bildrechten
Die Rechte an den Bildern liegen bei Rainer Z. und dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V.
Eine Vervielfältigung, Weitergabe, Veröffentlichung, Bearbeitung oder anderweitige Verwendung des Materials außerhalb dieser Internetseite ist ohne vorherige Zustimmung der Rechteinhaber nicht gestattet.
Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher, dies zu respektieren.
Die Lage der Kolonie
Die genaue Lage der Kolonie Schlödelsweg sehen Sie auf der abgebildeten Karte.