SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.
Die Kolonien Heldenhain 1 & 2
Gärtnern zwischen Stadt und Autal
Die Kolonien Heldenhain I und Heldenhain II liegen am nördlichen Rand des Wedeler Autals. Gemeinsam bilden sie einen gewachsenen Kleingartenbereich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Friedhof und zu den Kolonien im Autal.
Beide Anlagen werden durch den Heldenhainweg voneinander getrennt. Heldenhain I liegt unmittelbar südlich des Friedhofes, während sich Heldenhain II weiter in Richtung Autal erstreckt.
Die besondere Lage prägt den Charakter der Kolonien bis heute: Hier treffen Kleingärten, Stadt und die grüne Landschaft entlang der Wedeler Au unmittelbar aufeinander.
Seit 1958 ein Stück Wedeler Kleingartengeschichte
Die Geschichte des Heldenhains begann in einer Zeit, in der sich das Wedeler Kleingartenwesen grundlegend veränderte.
Nach den provisorischen Gartenflächen der Kriegs- und Nachkriegsjahre sollten dauerhafte Anlagen entstehen, die den Kleingärtnern langfristige Sicherheit boten. Die Stadt stellte hierfür unter anderem Flächen im Autal und im Heldenhain zur Verfügung.
Am 15. September 1958 wurde der Generalpachtvertrag für den Heldenhain unterzeichnet. Anschließend begann für die zukünftigen Pächter die eigentliche Arbeit: Das Gelände musste erschlossen, aufgeteilt und für die kleingärtnerische Nutzung hergerichtet werden.
Aus den vorhandenen Flächen entstanden nach und nach Wege und Parzellen, Beete wurden angelegt, Obstbäume gepflanzt und die ersten Lauben errichtet.
Damit begann die Geschichte einer Gartenanlage, die heute längst zum vertrauten Bild dieses Teils von Wedel gehört.
Ein Rundgang durch Heldenhain I & II
Wer heute durch den Heldenhain geht, erlebt zwei unmittelbar benachbarte Kolonien, die dennoch ihren jeweils eigenen Charakter besitzen.
Der Heldenhainweg bildet dabei nicht nur die Grenze zwischen Heldenhain I und II, sondern zugleich die Verbindung zwischen beiden Gartenbereichen.
Entlang der Wege wechseln sich Hecken, Obstbäume, Gemüsebeete, Blumen und individuell gestaltete Lauben ab. Manche Gärten sind bereits über viele Jahrzehnte gewachsen, andere wurden von neuen Pächterinnen und Pächtern übernommen und nach eigenen Vorstellungen weiterentwickelt.
Dabei fällt auch ein Unterschied zwischen den beiden Kolonien auf: Heldenhain I besitzt eine eher kompakte Struktur mit zahlreichen kleineren Parzellen. Die Gärten in Heldenhain II sind dagegen im Durchschnitt deutlich größer und vermitteln dadurch einen etwas weitläufigeren Eindruck.
Heldenhain I & II in Bildern
Zahlen und Beschreibungen können nur einen Teil dessen vermitteln, was eine Kleingartenanlage ausmacht.
Deshalb laden wir Sie zu einem kleinen Rundgang durch Heldenhain I und Heldenhain II ein.
Unsere Slideshow zeigt Wege und Gärten, Lauben und Bepflanzungen sowie kleine Eindrücke aus den beiden Kolonien. Sie vermittelt einen Eindruck davon, wie unterschiedlich Kleingärten gestaltet sein können und wie sich Natur und Gartenleben im Laufe der Jahreszeiten verändern.
[ Slideshow – Rundgang durch Heldenhain I & II ]
Zwei Kolonien – zwei unterschiedliche Strukturen
Was beim Rundgang bereits auffällt, lässt sich auch an den Zahlen erkennen.
Heldenhain I
Heldenhain I umfasst 46 Parzellen auf einer Gesamtfläche von rund 14.002 m².
Die einzelnen Gärten sind etwa 250 bis 553 m² groß. Mit einer durchschnittlichen Parzellengröße von ungefähr 300 m² besitzt die Kolonie eine vergleichsweise kompakte Struktur.
Heldenhain II
Heldenhain II besteht aus 16 Parzellen auf insgesamt rund 7.049 m².
Die Parzellen sind mit etwa 405 bis 535 m² deutlich größer. Im Durchschnitt stehen den Pächterinnen und Pächtern hier ungefähr 440 m² Gartenfläche zur Verfügung.
Gemeinsam verfügen Heldenhain I und II damit über 62 Parzellen auf rund 21.051 m².
Warum Heldenhain II entstand
Die Entstehung von Heldenhain II ist eng mit der Entwicklung des Kleingartenwesens an anderer Stelle in Wedel verbunden.
Anfang der 1960er-Jahre mussten ältere Pachtflächen am Redder aufgegeben werden. Stadt und Verein vereinbarten deshalb, den betroffenen Kleingärtnern Ersatzflächen zur Verfügung zu stellen.
Zu diesen Flächen gehörte das Gelände zwischen den bereits vorhandenen Gärten am Heldenhain und den Dauergärten am Auweidenweg.
Hier entstanden anschließend neue Kleingärten – darunter die heutigen Bereiche Heldenhain II und Autal II.
Heldenhain II ist damit nicht einfach nur eine Erweiterung der älteren Kolonie. Seine Entstehung ist ein Beispiel dafür, wie sich die Wedeler Stadtentwicklung und das Kleingartenwesen gegenseitig beeinflusst haben.
Vorreiter bei der Wasserversorgung
Auch bei der technischen Entwicklung des Vereins spielte der Heldenhain eine besondere Rolle.
Heldenhain I war die erste Kolonie des Schrebergarten-Vereins Wedel, die mit Einzelwasserzählern ausgestattet wurde.
Was heute selbstverständlich erscheint, war damals eine grundlegende Veränderung. Über die neue Art der Wasserversorgung wurde im Verein intensiv diskutiert.
Im Frühjahr 1993 erhielten die Parzellen schließlich eigene Wasseranschlüsse und Wasserzähler. Die Erfahrungen im Heldenhain dienten später auch bei der Modernisierung anderer Kolonien als Orientierung.
In Heldenhain II erfolgte die Umstellung wesentlich später. Dort wurde die Wasserversorgung in den Jahren 2011/2012 erneuert und auf eine Einzelversorgung der Parzellen umgestellt.
So dokumentieren die beiden Kolonien auch ein Stück der technischen Entwicklung unseres Vereins.
Gartenleben am Autal
Heute steht im Heldenhain längst nicht mehr die Versorgung mit Lebensmitteln im Vordergrund, die für viele Kleingärten der Nachkriegszeit noch von großer Bedeutung war.
Geblieben ist jedoch die Verbindung von Gärtnern, Erholung und Gemeinschaft.
Ob Gemüsebeet, Obstbaum, Blumen- und Staudenflächen oder ein ruhiger Platz vor der Laube – jede Parzelle trägt die persönliche Handschrift ihrer Pächterinnen und Pächter.
Gleichzeitig sind die Gärten Teil eines größeren Grünraums. Zusammen mit den benachbarten Kolonien im Autal bilden Heldenhain I und II einen grünen Übergang zwischen dem Wedeler Stadtgebiet und der Landschaft entlang der Wedeler Au.
So ist aus den Flächen, die Ende der 1950er-Jahre für neue Dauerkleingärten erschlossen wurden, über viele Jahrzehnte ein gewachsener Bestandteil des Wedeler Stadtgrüns geworden.
Heldenhain I & II auf einen Blick
Heldenhain I
46 Parzellen
Gesamtfläche: ca. 14.002 m²
Parzellengröße: ca. 250–553 m²
Durchschnittliche Parzellengröße: ca. 300 m²
Heldenhain II
16 Parzellen
Gesamtfläche: ca. 7.049 m²
Parzellengröße: ca. 405–535 m²
Durchschnittliche Parzellengröße: ca. 440 m²
Heldenhain I & II gemeinsam
62 Parzellen
Gesamtfläche: ca. 21.051 m²
Beginn der Anlage: 15. September 1958
Unsere Obleute im Heldenhain I
Obmann: Marc Karrow
Tel: 0152 52077061
stellv. Obmann: Seyit Ahmed Celik
Tel: 0179 2511283
Unsere Obleute im Heldenhain II
Obmann: Holger Czyganowski
Tel: 0176 32762231
stellv. Obmann: Herbert Leuth
Tel: 0172 4243230
Hinweis zu den Bildrechten
Die Rechte an den Bildern liegen bei Rainer Z. und dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V.
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Die Lage der Kolonie
Die genaue Lage der Kolonie Schlödelsweg sehen Sie auf der abgebildeten Karte.