Schrebergarten-
Verein Wedel e.V.
seit 1920
Gemüse aus dem eigenen Garten
Flagge des Schrebergarten-Vereins Wedel e. V.

SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.

Gemüse im Garten

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten gehört zu den besonderen Vorzügen eines Kleingartens. Vom ersten Radieschen im Frühjahr über Tomaten, Gurken und Zucchini im Sommer bis zu Kürbis, Kohl oder Porree im Herbst lässt sich auf vergleichsweise kleiner Fläche eine erstaunliche Vielfalt anbauen.

Eine erfolgreiche Gemüseernte beginnt jedoch lange vor der Ernte. Die Wahl geeigneter Sorten, gesundes Saatgut, der richtige Zeitpunkt für Aussaat und Pflanzung sowie eine gute Vorbereitung des Bodens schaffen die Grundlage für kräftige und widerstandsfähige Pflanzen.

Ebenso wichtig sind eine bedarfsgerechte Wasser- und Nährstoffversorgung. Und auch die Nachbarschaft spielt im Gemüsebeet eine Rolle: Manche Gemüsearten lassen sich gut miteinander kombinieren, während andere aufgrund ähnlicher Nährstoffansprüche, gemeinsamer Krankheiten oder ihres Platzbedarfs besser getrennt angebaut werden.

Saatgut – damit beginnt die nächste Ernte

Die Auswahl des Saatgutes bestimmt wesentlich, was später im Beet wächst. Neben Geschmack und Ertrag sollte darauf geachtet werden, ob eine Sorte für das Freiland oder eher für den geschützten Anbau vorgesehen ist und welche Entwicklungszeit sie benötigt.

Für den Kleingarten können robuste und widerstandsfähige Sorten besonders interessant sein. Auch alte und samenfeste Sorten erweitern die Vielfalt im Garten.

Saatgut sollte trocken, kühl und dunkel aufbewahrt werden. Die Keimfähigkeit nimmt je nach Gemüseart und Lagerdauer unterschiedlich schnell ab.

Bei älterem Saatgut kann eine einfache Keimprobe sinnvoll sein. Dazu werden einige Samen auf feuchtes Küchenpapier gelegt und warm gehalten. Keimt nur noch ein geringer Anteil, sollte entsprechend dichter ausgesät oder neues Saatgut verwendet werden.

Direktsaat oder Vorkultur?

Nicht jedes Gemüse wird auf die gleiche Weise angebaut.

Robuste Gemüsearten können direkt ins Freiland gesät werden. Dazu gehören beispielsweise Möhren, Radieschen, Rettich, Erbsen und viele Salate.

Wärmeliebende Arten benötigen dagegen eine längere Vegetationszeit. Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen oder einige Kohlarten werden deshalb häufig im Haus, Gewächshaus oder Frühbeet vorgezogen.

Bei der Vorkultur ist ausreichend Licht besonders wichtig. Stehen junge Pflanzen zu warm und gleichzeitig zu dunkel, bilden sie lange, dünne und wenig stabile Triebe.

Nach der Keimung dürfen viele Jungpflanzen deshalb etwas kühler stehen.

Jungpflanzen langsam an das Freiland gewöhnen

Im Haus oder Gewächshaus vorgezogene Pflanzen sollten nicht unmittelbar dauerhaft ins Freiland gesetzt werden.

Sonne, Wind und größere Temperaturunterschiede bedeuten zunächst eine erhebliche Umstellung. Die Pflanzen werden deshalb über mehrere Tage schrittweise an die Bedingungen im Freien gewöhnt.

Dieses Abhärten vermindert das Risiko von Sonnenbrand und Wachstumsstockungen.

Frostempfindliche Gemüsearten wie Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini dürfen erst ausgepflanzt werden, wenn keine gefährlichen Nachtfröste mehr zu erwarten sind.

Den Boden vorbereiten

Ein gesunder, lebendiger Boden ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Gärtnern.

Die meisten Gemüsearten bevorzugen einen lockeren, humosen und gut durchlüfteten Boden. Verdichtungen erschweren das Wurzelwachstum und können Staunässe verursachen.

Gut verrotteter Kompost verbessert die Bodenstruktur und liefert gleichzeitig organische Substanz und Nährstoffe.

Eine tiefgreifende Bodenbearbeitung ist nicht jedes Jahr notwendig. Häufig genügt es, den Boden zu lockern und die Oberfläche für die Aussaat vorzubereiten.

Vor allem bei feuchtem Boden sollte unnötiges Betreten der Beete vermieden werden, da dies zu Verdichtungen führen kann.

Richtig säen

Die richtige Saattiefe hängt von der Größe des Saatgutes und von der jeweiligen Pflanzenart ab.

Als grobe Orientierung gilt: Größere Samen werden tiefer abgelegt als sehr feines Saatgut.

Einige Pflanzen sind Lichtkeimer. Ihre Samen dürfen nur sehr dünn oder gar nicht mit Erde bedeckt werden. Andere Arten benötigen Dunkelheit zum Keimen.

Nach der Aussaat sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Ein harter Wasserstrahl ist ungeeignet, da er feines Saatgut ausschwemmen kann.

Eine feine Brause sorgt dafür, dass Saatgut und Erde möglichst an ihrem Platz bleiben.

Nicht zu dicht pflanzen

Was bei der Aussaat zunächst nach viel freiem Platz aussieht, kann wenige Wochen später bereits dicht bewachsen sein.

Ausreichende Pflanzabstände sorgen dafür, dass jede Pflanze genügend Licht, Wasser und Nährstoffe erhält.

Zu dicht stehende Pflanzen konkurrieren miteinander. Gleichzeitig kann die Luft zwischen den Blättern schlechter zirkulieren. Nach Regen oder Bewässerung bleiben die Pflanzen länger feucht, wodurch Pilzerkrankungen begünstigt werden können.

Bei zu dichter Aussaat sollten Jungpflanzen deshalb rechtzeitig vereinzelt werden.

Richtig gießen

Gemüsepflanzen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist deshalb für Wachstum und Ertrag besonders wichtig.

Der tatsächliche Wasserbedarf unterscheidet sich jedoch erheblich. Salat, Gurken, Zucchini und Tomaten benötigen während ihrer Hauptwachstumszeit vergleichsweise viel Wasser. Mediterrane Kräuter oder manche tief wurzelnden Pflanzen kommen dagegen mit weniger zusätzlicher Bewässerung aus.

Auch beim Gemüse gilt:

Lieber gründlich und durchdringend als häufig nur oberflächlich gießen.

Das Wasser sollte möglichst direkt auf den Boden und nicht ständig über die Blätter gegeben werden. Dadurch gelangt es dorthin, wo es benötigt wird, und die Pflanzen bleiben trockener.

Besonders Tomaten profitieren davon, wenn ihre Blätter möglichst trocken bleiben.

In heißen Sommerperioden eignen sich die frühen Morgenstunden besonders gut zum Bewässern.

Eine Mulchschicht kann die Verdunstung verringern und gleichzeitig unerwünschten Pflanzenwuchs unterdrücken.

Bedarfsgerecht düngen

Gemüsearten haben sehr unterschiedliche Nährstoffansprüche. Traditionell werden sie deshalb in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer eingeteilt.

Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und viele Kohlarten benötigen vergleichsweise viele Nährstoffe.

Mittelzehrer benötigen eine moderate Versorgung.

Schwachzehrer kommen dagegen mit relativ wenigen zusätzlichen Nährstoffen aus. Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen besitzen zudem die Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden.

Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag.

Eine Überversorgung kann zu übermäßigem Blattwachstum, schlechterer Pflanzenstabilität oder unnötigen Nährstoffverlusten führen.

Gut verrotteter Kompost ist für viele Gemüsebeete eine gute Grundlage. Zusätzliche Düngergaben sollten sich nach dem Bedarf der angebauten Kulturen und möglichst auch nach dem Zustand des Bodens richten.

Eine gelegentliche Bodenuntersuchung hilft dabei, unnötige oder übermäßige Düngung zu vermeiden.

Muss Gemüse geschnitten werden?

Bei Gemüse spricht man nur selten von einem klassischen Schnitt wie bei Obstgehölzen. Einige Kulturen benötigen jedoch während des Wachstums besondere Pflegemaßnahmen.

Bei Stabtomaten werden häufig die in den Blattachseln entstehenden Seitentriebe entfernt. Dieses Ausgeizen sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Kraft stärker in die vorhandenen Fruchtstände und den Haupttrieb lenkt.

Buschtomaten werden dagegen normalerweise nicht in gleicher Weise ausgegeizt.

Bei Gurken können je nach Kulturform und Sorte Seitentriebe begrenzt oder entfernt werden. Kürbis- und Melonenpflanzen können bei sehr starkem Wachstum ebenfalls gelenkt oder begrenzt werden.

Grundsätzlich sollten abgestorbene und deutlich kranke Pflanzenteile entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, Krankheiten nicht durch verschmutzte Werkzeuge von einer Pflanze auf die nächste zu übertragen.

Gute und schlechte Nachbarn

Die Kombination verschiedener Gemüsearten auf einem Beet wird häufig als Mischkultur bezeichnet.

Dabei können sich Pflanzen gegenseitig ergänzen. Unterschiedliche Wurzeltiefen und Nährstoffansprüche können dazu beitragen, den vorhandenen Raum besser zu nutzen. Hohe Pflanzen können niedrigeren Arten zeitweise Schatten bieten.

Bestimmte Kombinationen gelten zudem als günstig, weil sich Entwicklungszeiten und Platzbedarf gut ergänzen.

Von „schlechten Nachbarn“ spricht man dagegen bei Kombinationen, die beispielsweise stark um Licht, Wasser oder Nährstoffe konkurrieren oder für ähnliche Krankheiten und Schädlinge anfällig sind.

Solche Empfehlungen sind allerdings keine unumstößlichen Regeln. Boden, Klima, Pflanzabstände und Sorten können das Ergebnis erheblich beeinflussen.

Mischkultur ersetzt außerdem nicht die Fruchtfolge.

Fruchtfolge nicht vergessen

Wird über mehrere Jahre immer dieselbe Gemüseart auf derselben Fläche angebaut, können sich bestimmte Krankheiten und Schädlinge im Boden anreichern.

Besonders wichtig ist deshalb die Betrachtung der Pflanzenfamilien.

Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl und verschiedene Kohlarten gehören beispielsweise alle zu den Kreuzblütlern. Ein Wechsel von Weißkohl zu Brokkoli stellt deshalb keine echte Fruchtfolge dar.

Auch Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln gehören zur gleichen Pflanzenfamilie – den Nachtschattengewächsen.

Eine durchdachte Fruchtfolge reduziert den Krankheitsdruck und trägt dazu bei, die Nährstoffe des Bodens ausgewogener zu nutzen.

Gemüse im Garten – die wichtigsten Ansprüche auf einen Blick

Die Angaben dienen als Orientierung. Sorte, Boden, Witterung und Standort können den tatsächlichen Bedarf beeinflussen.

Gemüseart Sonne Wasser Düngung Pflege / Schnitt Aussaat / Pflanzung* Gute Nachbarn Ungünstige Nachbarn
Bild vom Gemuese
Tomate
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 Stabtomaten regelmäßig ausgeizen Vorkultur Feb.–Apr.; auspflanzen ab Mai Basilikum, Salat, Radieschen Kartoffeln
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Paprika / Chili
☀️☀️☀️ 💧💧 🌱🌱🌱 wenig Schnitt, ggf. Triebe stützen Vorkultur Jan.–März; ab Mai auspflanzen Salat, Möhren, Basilikum Kartoffeln
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Gurke
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 je nach Kulturform Triebe lenken Vorkultur Apr.; Direktsaat/Auspflanzen ab Mai Bohnen, Erbsen, Dill, Salat Kartoffeln
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Zucchini
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 alte/kranke Blätter bei Bedarf entfernen Vorkultur Apr.; ab Mai auspflanzen Bohnen, Mais, Zwiebeln andere Kürbisgewächse bei engem Stand
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Kürbis
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 lange Triebe bei Bedarf lenken Vorkultur Apr.; ab Mai auspflanzen Mais, Bohnen andere starkwachsende Kürbisgewächse
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Möhre
☀️☀️ 💧💧 🌱🌱 kein Schnitt; ggf. vereinzeln Direktsaat Feb.–Juli Zwiebeln, Lauch, Erbsen andere Doldenblütler in enger Fruchtfolge
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Radieschen
☀️☀️ 💧💧 🌱 kein Schnitt Direktsaat etwa März–Sept. Salat, Möhren, Erbsen andere Kreuzblütler in enger Fruchtfolge
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Kopfsalat
☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱 kein Schnitt je nach Sorte Feb.–Aug. Radieschen, Möhren, Erbsen sehr dicht stehende Starkzehrer
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Spinat
☀️☀️ 💧💧 🌱🌱 kein Schnitt Frühjahr und Spätsommer/Herbst Radieschen, Erdbeeren, Erbsen Mangold / Rote Bete in enger Fruchtfolge
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Buschbohne
☀️☀️☀️ 💧💧 🌱 kein Schnitt Direktsaat Mai–Juli Gurken, Kohl, Salat Zwiebeln, Knoblauch
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Erbse
☀️☀️ 💧💧 🌱 Rankhilfe bei hohen Sorten Direktsaat etwa März–Juni Möhren, Radieschen, Salat Zwiebeln, Knoblauch
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Kohlrabi
☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱 kein Schnitt Vorkultur bzw. Pflanzung Frühjahr–Sommer Salat, Bohnen, Erbsen andere Kohlarten bei enger Fruchtfolge
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Brokkoli
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 Haupttrieb ernten, Seitentriebe weiter nutzen Vorkultur/Pflanzung je nach Sorte Bohnen, Erbsen, Salat andere Kohlarten bei enger Fruchtfolge
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Blumenkohl
☀️☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 Blätter ggf. zum Schutz über die Blume legen Vorkultur/Pflanzung Frühjahr–Sommer Bohnen, Erbsen, Salat andere Kohlarten bei enger Fruchtfolge
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Porree / Lauch
☀️☀️ 💧💧 🌱🌱🌱 ggf. anhäufeln Vorkultur ab Winter/Frühjahr; später pflanzen Möhren, Sellerie, Salat Bohnen, Erbsen
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Zwiebel
☀️☀️☀️ 💧💧 🌱 kein Schnitt Steckzwiebeln meist Frühjahr Möhren, Salat, Erdbeeren Bohnen, Erbsen
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Rote Bete
☀️☀️ 💧💧 🌱🌱 ggf. vereinzeln Direktsaat etwa Apr.–Juni Zwiebeln, Kohlrabi, Salat Mangold in enger Fruchtfolge
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Mangold
☀️☀️ 💧💧 🌱🌱 äußere Blätter laufend ernten Direktsaat/Pflanzung Apr.–Juni Bohnen, Kohl, Radieschen Rote Bete in enger Fruchtfolge
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Sellerie
☀️☀️ 💧💧💧 🌱🌱🌱 kein eigentlicher Schnitt frühe Vorkultur; ab Mai auspflanzen Lauch, Kohl, Bohnen andere Doldenblütler in enger Fruchtfolge
Bild vom Gemuese
Kartoffel
☀️☀️☀️ 💧💧 🌱🌱🌱 regelmäßig anhäufeln legen etwa Apr.–Mai Bohnen, Kohl, Spinat Tomaten, Paprika

* Die Zeiträume sind Orientierungswerte für den Freilandanbau in Deutschland. Region, Sorte und aktuelle Witterung können den geeigneten Zeitpunkt deutlich verschieben.

Bedeutung der Symbole

☀️ Sonne

☀️ geringer bis mäßiger Lichtbedarf

☀️☀️ sonnig bis halbschattig

☀️☀️☀️ möglichst sonnig

💧 Wasser

💧 geringer Wasserbedarf

💧💧 mittlerer Wasserbedarf

💧💧💧 hoher beziehungsweise gleichmäßiger Wasserbedarf

🌱 Düngung / Nährstoffbedarf

🌱 geringer Bedarf / Schwachzehrer

🌱🌱 mittlerer Bedarf / Mittelzehrer

🌱🌱🌱 hoher Bedarf / Starkzehrer

Mischkultur ist mehr als eine Tabelle

Die Angaben zu guten und ungünstigen Nachbarn sollten als praktische Orientierung verstanden werden. Entscheidend ist nicht nur, welche Pflanzen unmittelbar nebeneinanderstehen.

Mindestens ebenso wichtig sind ausreichende Pflanzabstände, die Fruchtfolge, ein gesunder Boden und eine ausgewogene Versorgung mit Wasser und Nährstoffen.

Besonders Pflanzen derselben Familie sollten nicht Jahr für Jahr auf derselben Fläche angebaut werden. Das gilt beispielsweise für Kohlgewächse oder für Tomaten und Kartoffeln.

Eine gute Beetplanung berücksichtigt deshalb Mischkultur und Fruchtfolge gemeinsam.

Gesundes Gemüse beginnt mit regelmäßiger Kontrolle

Wer seine Gemüsebeete regelmäßig beobachtet, erkennt viele Probleme bereits im Anfangsstadium.

Welke Blätter trotz feuchter Erde, Fraßstellen, Verfärbungen oder ungewöhnliche Beläge können Hinweise auf Krankheiten oder Schädlinge sein.

Kranke Pflanzenteile sollten möglichst früh entfernt werden. Stark befallenes Material gehört nicht automatisch auf den eigenen Kompost, da dort nicht immer ausreichend hohe Temperaturen erreicht werden, um Krankheitserreger sicher abzutöten.

Auch überreifes, verfaultes oder von Schädlingen befallenes Gemüse sollte regelmäßig aus dem Beet entfernt werden.

Von der Aussaat bis zur eigenen Ernte

Gemüseanbau verbindet viele Bereiche des Gärtnerns miteinander. Schon wenige Quadratmeter können während einer Gartensaison erstaunlich viel frisches Gemüse liefern.

Entscheidend sind nicht möglichst viele Pflanzen auf möglichst wenig Fläche, sondern gesunder Boden, geeignete Sorten, ausreichende Pflanzabstände, eine bedarfsgerechte Wasser- und Nährstoffversorgung sowie eine durchdachte Mischkultur und Fruchtfolge.

Wer seine Pflanzen regelmäßig beobachtet und auf ihre Bedürfnisse reagiert, schafft die besten Voraussetzungen für gesundes Wachstum – und für Gemüse, das vom eigenen Beet direkt auf den Tisch kommt.