SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.
Heldenhain 1 brennt
Eine Brandserie erschüttert die Kolonie
Der Winter 2015 ist vielen Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern im Heldenhain in trauriger Erinnerung geblieben.
Innerhalb weniger Wochen kam es in der Kolonie zu mehreren Bränden. Gartenlauben wurden zerstört oder beschädigt, und schnell bestand der Verdacht, dass die Feuer nicht zufällig entstanden waren.
Was zunächst wie ein einzelnes Schadensereignis aussah, entwickelte sich zu einer Brandserie, die nicht nur die unmittelbar betroffenen Pächter, sondern die gesamte Kolonie verunsicherte.
Die ersten Brände
Am Abend des 26. November 2015 und erneut am 27. November brannte es im Bereich der Kleingartenanlage.
Zwei Gartenlauben im Heldenhain wurden durch Feuer zerstört. Gleichzeitig ereigneten sich in der näheren Umgebung weitere Vorfälle.
Die Polizei ermittelte damals nicht nur wegen der Brände. Im Bereich Autal/Breiter Weg wurden wiederholt Steine aus dem Bereich der Friedhofshecke auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen. Hinzu kamen Sachbeschädigungen und mehrere Einbrüche in Gartenlauben.
Auch ein Carport beziehungsweise ein darin abgestelltes Fahrzeug war von einem Brand betroffen.
Ob alle diese Taten miteinander zusammenhingen, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe prüften Polizei und Kriminalpolizei jedoch mögliche Zusammenhänge.
Die Sorge bleibt
Für die Kleingärtner im Heldenhain begann eine unruhige Zeit.
Besonders schwer traf es die Pächter, deren Lauben vollständig zerstört worden waren. Neben dem Verlust vieler persönlicher Gegenstände bedeutete ein Laubenbrand auch den Verlust dessen, was oftmals über viele Jahre mit eigener Arbeit aufgebaut worden war.
In mindestens einem Fall kam erschwerend hinzu, dass für den entstandenen Schaden offenbar kein ausreichender Versicherungsschutz bestand.
Gleichzeitig blieb zunächst die Frage offen, ob weitere Brände folgen würden.
Diese Unsicherheit sollte sich schon wenige Wochen später als berechtigt erweisen.
17. Dezember 2015 – es brennt erneut
Am 17. Dezember 2015 gegen 19:15 Uhr wurde die Feuerwehr erneut in das Kleingartengelände gerufen.
Wieder brannten zwei Gartenlauben.
Eine der Lauben konnte nicht mehr gerettet werden und brannte vollständig nieder. An einer zweiten Laube entstand ebenfalls ein Brandschaden.
Der Sachschaden wurde von der Polizei zunächst auf rund 20.000 Euro geschätzt.
Nach der erneuten Tat verstärkte sich bei den Ermittlern der Verdacht auf Brandstiftung erheblich. Die Kriminalpolizei Pinneberg übernahm die Ermittlungen und bat die Bevölkerung öffentlich um Hinweise.
Auffällig war für die Kleingärtner außerdem, dass sich die damaligen Brände überwiegend in den Abendstunden ereigneten und insbesondere Parzellen im Bereich zum Friedhof betroffen waren.
Bilder, die in Erinnerung bleiben
Nach einem Brand bleiben nicht nur Zahlen und Polizeiberichte zurück.
Wo zuvor eine Gartenlaube stand, waren teilweise nur noch verkohlte Balken, verbrannte Gegenstände und Trümmer zu sehen. Für die betroffenen Pächter bedeutete dies, vor den Überresten eines Gartens zu stehen, den sie oftmals über viele Jahre aufgebaut und gepflegt hatten.
Die damals entstandenen Aufnahmen dokumentieren die Folgen der Brandserie und sind heute ein Stück Vereinsgeschichte.
Wachsamkeit statt Selbstjustiz
Bereits auf unserer damaligen Homepage appellierte der Verein an alle Pächter, aufmerksam zu sein.
Dieser Hinweis war mit einer wichtigen Einschränkung verbunden: Wer verdächtige Beobachtungen machte, sollte nicht selbst eingreifen, sondern die Polizei verständigen.
Die Ereignisse zeigten, wie schwierig es ist, eine weitläufige Kleingartenanlage insbesondere während der dunklen Jahreszeit vollständig zu schützen.
Eine Gartenlaube lässt sich ersetzen. Die Sorge, dass Menschen durch einen Brand gefährdet werden könnten, wiegt jedoch wesentlich schwerer.
Umso wichtiger war die Nachricht, dass bei den damaligen Ereignissen keine Personen verletzt wurden.
Ein dunkles Kapitel der Vereinsgeschichte
Die Brandserie des Jahres 2015 gehört zu den Ereignissen, an die man sich im Schrebergarten-Verein Wedel nicht gerne erinnert.
Für mehrere Pächter bedeuteten wenige Abende den Verlust ihrer Lauben und erhebliche finanzielle Schäden. Für die übrigen Kleingärtner blieb über Wochen die Unsicherheit, ob und wann es erneut brennen würde.
Heute erinnern die Bilder an diese schwierige Zeit – aber auch daran, wie verletzlich das ist, was Kleingärtner über viele Jahre mit viel persönlichem Einsatz aufbauen.
Die Ereignisse im Heldenhain I im Winter 2015 sind deshalb Teil unserer Vereinsgeschichte. Auch die unangenehmen Kapitel gehören dazu und sollen nicht in Vergessenheit geraten.
Hinweis zu den Bildrechten
Die Rechte an den Bildern liegen bei dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V.
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