Schrebergarten-
Verein Wedel e.V.
seit 1920
Wir stellen vor - unsere Kolonie Nieland
Flagge des Schrebergarten-Vereins Wedel e. V.

SCHREBERGARTEN-VEREIN WEDEL E. V.

Kolonie Nieland

Die Kolonie Nieland blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Was heute eine einzelne Kolonie unseres Vereins ist, war über viele Jahrzehnte ein wesentlich größerer Kleingartenbereich mit den drei Kolonien Nieland I, Nieland II und Nieland III.

Generationen von Gartenfreundinnen und Gartenfreunden haben hier ihre Parzellen bewirtschaftet und das Nieland zu einem festen Bestandteil des Wedeler Kleingartenwesens gemacht.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Gebiet jedoch erheblich verändert. Ende 2009 mussten die Flächen von Nieland II und III für die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen aufgegeben werden. Geblieben ist die ehemalige Kolonie Nieland I – unser heutiges Nieland.

Bevor wir ausführlicher auf diese Geschichte eingehen, möchten wir zunächst zeigen, wie sich die Kolonie heute präsentiert.

Die Kolonie Nieland in Bildern

Manches lässt sich mit Bildern besser erzählen als mit vielen Worten.

Unsere Diashow lädt deshalb zu einem kleinen Rundgang durch die Kolonie Nieland ein. Sie zeigt unterschiedliche Eindrücke aus der Anlage und vermittelt einen Eindruck davon, wie abwechslungsreich sich die einzelnen Gärten und die Kolonie als Ganzes präsentieren.

Dabei sind die Bilder immer nur Momentaufnahmen. Ein Kleingarten verändert sein Gesicht mit den Jahreszeiten und entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Im Frühjahr beginnt überall neues Leben, im Sommer zeigen sich die Gärten in ihrer ganzen Vielfalt, später bestimmen Obst, Gemüse und die Farben des Herbstes das Bild.

So entsteht über die Jahre ein immer wieder neues Erscheinungsbild – geprägt von der Natur und von den Gartenfreundinnen und Gartenfreunden, die ihre Parzellen pflegen und gestalten.

Wir wünschen viel Freude bei unserem kleinen Bilderrundgang durch die Kolonie Nieland.

Vom großen Gartenbereich zur heutigen Kolonie

Wer heute durch das Nieland geht, sieht nur noch einen Teil eines früher wesentlich größeren Kleingartengebietes.

Ursprünglich bestand der Gartenbereich aus den drei Kolonien Nieland I, Nieland II und Nieland III. Gemeinsam bildeten sie über viele Jahrzehnte einen bedeutenden Teil unseres Vereins.

Der Generalpachtvertrag für das Nieland wurde am 15. September 1958 unterzeichnet und galt rückwirkend ab dem 1. November 1957.

Die Geschichte der Kleingärten an diesem Standort reicht jedoch offenbar noch weiter zurück. In unseren Unterlagen befinden sich Pläne vom 24. Mai 1954 und 17. September 1955, auf denen bereits Parzellen der Bereiche Nieland I bis III eingezeichnet sind.

Wann genau die ersten Gärten im Nieland entstanden, lässt sich anhand der bisher bekannten Unterlagen deshalb nicht abschließend bestimmen.

Zwischen Wohngebieten und Gewerbe

Das Nieland befindet sich zwischen den Wohngebieten im Westen und Norden und den Gewerbe- und Industrieflächen im Osten und Süden. Begrenzt wird der Bereich unter anderem durch Im Winkel/Feldstraße, Industriestraße und Tinsdaler Weg.

Damit erfüllten die Kleingärten über viele Jahrzehnte noch eine weitere Funktion: Sie bildeten einen grünen Übergang zwischen Wohnbebauung und den angrenzenden Gewerbeflächen.

Der gesamte Gartenbereich Nieland umfasste ursprünglich 66.921 m². Bis Ende 2009 wurden in den drei Kolonien insgesamt 144 Parzellen bewirtschaftet.

Auch die Wasserversorgung war entsprechend ausgebaut. Die Parzellen der drei Nieland-Kolonien verfügten über eigene Wasserzähler.

Der Abschied von Nieland II und III

Mitte der 2000er-Jahre zeichnete sich eine grundlegende Veränderung für das Nieland ab.

Die Stadt Wedel benötigte die Flächen der Kolonien Nieland II und Nieland III für die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen. Für unseren Verein und insbesondere für die dortigen Pächterinnen und Pächter bedeutete dies den Abschied von zwei über Jahrzehnte gewachsenen Kleingartenkolonien.

Im Dezember 2009 mussten schließlich 105 Parzellen von Nieland II und III mit einer Gesamtfläche von rund 47.700 m² an die Stadt Wedel zurückgegeben werden.

Für viele Gartenfreunde war damit nicht nur die Aufgabe einer Parzelle verbunden. Über Jahre und teilweise Jahrzehnte gewachsene Gärten mussten verlassen werden.

Viele der ehemaligen Pächter, die weiterhin einen Kleingarten bewirtschaften wollten, fanden später in anderen Kolonien unseres Vereins eine neue Parzelle.

Von den ursprünglich drei Nieland-Kolonien blieb schließlich nur Nieland I erhalten.

Aus Nieland I wird das heutige Nieland

Nach der Aufgabe von Nieland II und III veränderte sich zwangsläufig auch die Bedeutung der Bezeichnung Nieland.

Wo früher zwischen drei einzelnen Kolonien unterschieden wurde, gibt es heute nur noch die verbliebene Anlage. Aus der ehemaligen Kolonie Nieland I wurde damit das heutige Nieland.

Nach einer erneuten Vermessung durch die Stadt Wedel im Jahr 2012 wurde die verbliebene Kolonie zunächst mit einer Fläche von 20.679 m² und 37 Parzellen ausgewiesen.

Die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte sind damit auch an den Zahlen deutlich abzulesen: Aus einem Gartenbereich mit ursprünglich 144 Parzellen in drei Kolonien entstand die wesentlich kleinere heutige Anlage.

Ein wichtiger Ort für unseren Verein

Trotz dieser Veränderungen hat das Nieland seine besondere Bedeutung für den Schrebergarten-Verein Wedel e.V. behalten.

Auf dem Gelände befindet sich eines unserer Vereinshäuser. Mit dem dort untergebrachten Vereinsbüro ist das Nieland zugleich eine wichtige Anlaufstelle für unsere Mitglieder und die Vereinsarbeit.

Damit verbindet sich an diesem Ort Vergangenheit und Gegenwart unseres Vereins in besonderer Weise.

Die heutige Kolonie erinnert an die ehemaligen Gartenbereiche Nieland I, II und III und ist gleichzeitig eine lebendige Kleingartenanlage, in der weiterhin gegärtnert, geerntet, entspannt und Gemeinschaft gelebt wird.

So bleibt das Nieland ein Stück Wedeler Kleingartengeschichte – und zugleich ein Teil der Gegenwart unseres Vereins.

Hinweis zu den Bildrechten

Die Rechte an den Bildern liegen bei Rainer Z. und dem Schrebergarten-Verein Wedel e.V.

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